Die meisten Menschen mit Demenz möchten zu Hause bleiben, und die meisten Angehörigen möchten genau das ermöglichen. Über die Jahre wird das anstrengender: Der Tag braucht Struktur, das Vergessen macht Angst, und die eigene Kraft hat Grenzen. Eine regelmäßige Betreuung zu Hause entlastet beide Seiten, oft schon mit wenigen Stunden in der Woche.
Ein verlässlicher Tagesablauf nimmt Druck aus dem Alltag – für beide Seiten. Er muss nicht minutengenau sein, aber wiedererkennbar:
Wenn die Anzeichen noch neu sind und Sie unsicher sind, was Sie beobachten, hilft der Beitrag Frühe Anzeichen von Demenz erkennen.
Eine Alltagsbegleitung kommt zu festen Zeiten nach Hause: Sie unternimmt etwas mit der betreuten Person, hört zu, begleitet zu Arzt- oder Behördenterminen, hilft im Haushalt und bei Besorgungen. Pflege im engeren Sinn, also Körperpflege oder Medikamentengabe, gehört nicht dazu. Dafür ist ein Pflegedienst zuständig, beides lässt sich kombinieren. Unser Betreuungsdienst Ida ist in Fürth, Nürnberg und Erlangen unterwegs, unser Pflegedienst Rosalie übernimmt die Pflege.
Für viele dieser Anpassungen gibt es Zuschüsse der Pflegekasse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen. Wir sagen Ihnen in der Pflegeberatung, was dazugehört.
Noch kein Pflegegrad? Der Beitrag Pflegegrad beantragen beschreibt jeden Schritt, eine erste Einschätzung gibt der Pflegegradrechner. Beträge: Stand 2026, Bundesgesundheitsministerium.
Solange jemand noch selbst entscheiden kann, lassen sich wichtige Dinge regeln: eine Vorsorgevollmacht, damit Angehörige gegenüber Banken, Behörden und Ärzten handeln dürfen, eine Betreuungsverfügung und eine Patientenverfügung. Wer damit wartet, bis es nicht mehr geht, braucht eine gerichtlich bestellte Betreuung – das dauert und kostet Kraft.
Beratung dazu gibt es bei Betreuungsvereinen, Notaren und den Betreuungsbehörden der Städte und Landkreise.
Betreuung zu Hause stößt an Grenzen, wenn jemand den ganzen Tag Begleitung braucht oder wenn Angehörige berufstätig sind. Dann bietet die Tagespflege mehr: feste Zeiten, Gemeinschaft, Therapieangebote und einen Fahrdienst, der morgens abholt und nachmittags zurückbringt. Die Pflegekasse zahlt sie aus einem eigenen Budget, ohne dass Pflegegeld oder Pflegesachleistungen gekürzt werden. Unsere Betreuungsstuben gibt es in Fürth, Ronhof, Cadolzburg und im Aurachtal. Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, steht in der Checkliste Woran Sie eine gute Tagespflege erkennen.
Das sind keine Kleinigkeiten, sondern die typischen Vorboten einer Überlastung. Wer früh Unterstützung holt, hält länger durch. Mehr dazu im Beitrag Wenn die Pflege zur Belastung wird.
Neben der Betreuung zu Hause gibt es Angebote, die sich direkt an pflegende Angehörige richten: kostenlose Pflegekurse der Pflegekassen, Gesprächsgruppen für Angehörige von Menschen mit Demenz und die Pflegeberatung, auf die Sie einen gesetzlichen Anspruch haben. Ein Nachmittag in der Woche, an dem jemand anderes zuverlässig da ist, verändert den Alltag oft mehr als die perfekte Lösung, die nie zustande kommt.
Der Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro im Monat steht bereits mit Pflegegrad 1 zur Verfügung. Ab Pflegegrad 2 kommen die Umwandlung der Pflegesachleistung und die Verhinderungspflege dazu.
Nein. Sie betreut, beschäftigt, begleitet und hilft im Haushalt. Körperpflege, Medikamente oder Verbände übernimmt ein Pflegedienst. Beides lässt sich kombinieren.
Viele Familien starten mit zwei bis vier Stunden pro Woche zu festen Zeiten. Wichtiger als der Umfang ist die Regelmäßigkeit, weil Menschen mit Demenz Verlässlichkeit brauchen.
Die Betreuung kommt zu Ihnen nach Hause, die Tagespflege findet in der Einrichtung statt und bietet feste Zeiten, Gemeinschaft, Therapieangebote und einen Fahrdienst. Die Tagespflege wird aus einem eigenen Budget der Pflegekasse bezahlt.
Klein anfangen und den Anlass verschieben: jemand kommt „zur Gesellschaft“, für einen Spaziergang oder zum Kartenspielen, nicht „zur Betreuung“. Oft hilft es auch, wenn die Idee von einer dritten Person kommt, etwa von der Hausärztin.
So oft wie möglich. Wechselnde Gesichter erschweren das Vertrauen. Fragen Sie beim Dienst ausdrücklich nach festen Bezugspersonen.
Wenn rund um die Uhr jemand da sein muss, wenn nachts regelmäßig Unruhe herrscht oder wenn die Sicherheit in der Wohnung nicht mehr gewährleistet ist. Dann sind Tagespflege, eine ambulant betreute Wohngemeinschaft oder eine vollstationäre Versorgung die nächsten Schritte.
Sie wissen nicht, was für Ihre Situation passt? Wir schauen es uns gemeinsam an, kostenlos und unverbindlich. Rufen Sie an unter 0911 70100790 oder schreiben Sie an info@g-adv.de.
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Fachlich geprüft von Jessica Dinkel
Pflegedienstleitung und zertifizierte Pflegeberaterin