Frühe Anzeichen von Demenz erkennen: 5 Warnsignale für Angehörige

Ein älteres Paar sitzt mit einem Antrag an einem Tisch und berechnen den Pflegegrad mittels Pflegegradrechner der GADV.

Diese 5 Symptome sollten Angehörige ernst nehmen

Eine junge Pflegekraft umarmt eine glückliche Seniorin liebevoll

Demenz entwickelt sich meist schleichend. Umso wichtiger ist es, typische Frühzeichen zu erkennen und rechtzeitig zu handeln.

In Deutschland leben mehr als 1,8 Millionen Menschen mit einer demenziellen Erkrankung – Tendenz steigend. Besonders für Angehörige ist es entscheidend, erste Symptome richtig zu deuten und passende Schritte einzuleiten. Dieser Beitrag zeigt Ihnen die fünf häufigsten frühen Anzeichen von Demenz und erklärt, worauf Sie achten sollten.

1. Zunehmende Vergesslichkeit im Alltag

Ein klassisches Frühsymptom von Demenz ist regelmäßige Vergesslichkeit, die den Alltag zunehmend beeinträchtigt. Es handelt sich nicht um gelegentliches Verlegen von Gegenständen, sondern um auffällige Erinnerungslücken.

Typische Situationen sind:

  • Termine werden vergessen

  • Gegenstände „verschwinden“ und tauchen an ungewöhnlichen Orten wieder auf

  • Fragen werden mehrfach hintereinander gestellt

Wenn solche Beobachtungen häufiger auftreten, lohnt es sich, das Gespräch mit der betroffenen Person zu suchen und eine ärztliche Einschätzung einzuholen.

2. Vertraute Aufgaben fallen schwerer

Ein weiteres frühes Anzeichen für eine demenzielle Veränderung ist, wenn alltägliche Aufgaben plötzlich nicht mehr wie gewohnt bewältigt werden können. Routinetätigkeiten wie Kochen, der Zahlungsverkehr oder das Telefonieren bereiten Schwierigkeiten.

Betroffene wirken dabei unsicher oder beginnen eine Tätigkeit und brechen sie kurz darauf wieder ab. Dieses Verhalten kann ein Hinweis darauf sein, dass die Fähigkeit zur Informationsverarbeitung nachlässt – ein typisches Merkmal in der Frühphase einer Demenz.

3. Sprachprobleme und Wortfindungsstörungen

Veränderungen in der Sprache treten häufig in einem frühen Stadium der Demenz auf. Betroffene suchen häufig nach Wörtern, nutzen falsche Begriffe oder verlieren den Gesprächsfaden. Gespräche werden seltener, abgebrochen oder wirken stockend.

Diese sprachlichen Einschränkungen sind für Angehörige besonders auffällig – und ein wichtiger Hinweis auf beginnende kognitive Veränderungen.

4. Orientierungslosigkeit in Zeit und Raum

Die zeitliche und räumliche Orientierung ist eine der ersten kognitiven Fähigkeiten, die bei Demenz nachlassen. Betroffene wissen nicht mehr, welcher Tag ist, verwechseln Uhrzeiten oder finden sich in vertrauter Umgebung nicht mehr zurecht.

Mögliche Anzeichen sind:

  • Unsicherheit auf dem Weg zum Supermarkt oder zur Bushaltestelle

  • Verwirrung über Datum und Uhrzeit

  • Unruhe in alltäglichen Situationen

Diese Art der Orientierungslosigkeit sollte ernst genommen und beobachtet werden – insbesondere, wenn sie plötzlich oder gehäuft auftritt.

Klientin mit einem Mitarbeiter des Betreuungsdienstes bei einem Memory-Match in einem gemütlich eingerichtetem Wohnzimmer.

5. Veränderungen in Stimmung und Persönlichkeit

Auch die emotionale Ebene kann früh betroffen sein. Angehörige berichten häufig über plötzliche Reizbarkeit, Rückzug, Misstrauen oder Ängste – selbst bei Menschen, die früher ausgeglichen und offen waren.

Solche Verhaltensänderungen können eine direkte Folge des krankheitsbedingten Kontrollverlusts sein und sind ein wichtiges Alarmsignal für nahestehende Personen.

Was tun bei einem Verdacht auf Demenz?

Nicht jedes dieser Symptome bedeutet automatisch Demenz. Dennoch sollten sie stets ernst genommen und medizinisch abgeklärt werden. Der Hausarzt oder eine neurologische Fachpraxis sind erste Anlaufstellen.

Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser kann der Verlauf positiv beeinflusst und das Leben mit Demenz aktiv gestaltet werden.

Unterstützung durch die GADV - ambulant, professionell, persönlich

Wir, die GADV, unterstützt seit vielen Jahren Betroffene und Angehörige in allen Phasen der Demenz – individuell, fachlich fundiert und alltagsnah. Unser Fokus liegt auf therapeutisch spezialisierter Begleitung, Selbstbestimmung, Sicherheit und Lebensqualität.

Unser Angebot umfasst:

  • Begleitung bei der Einordnung erster Symptome

  • Beratung rund um Pflegegrad, Leistungen und Alltagshilfen

  • Spezialisierte interdisziplinäre  und ganzheitliche Therapien 

  • Ambulant betreute Wohngemeinschaften mit 24-Stunden-Versorgung

  • Ambulanter Pflegedienst mit Slow-Care-Ansatz

  • Ambulanter Betreuungsdienst im häuslichen Umfeld

  • Therapeutische Tagespflegen in Nürnberg – Fürth – Erlangen

  • Entlastung und Struktur für Angehörige

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